What's News

Die  Rubrik für Mitteilungen, Geschichten und News , verfasst von Musikern der New Old Man River Jazzband. 


Besuch bei Erdal Yontar im Gasthof Bären

Bericht von Hansruedi Jordi, Marc Eigenheer und Hans Georg Steiner

 

Erdal Yontar ist Geschäftsführer des Gasthof Bären in Alchenflüh, ein konzilianter, liebenswürdiger Unternehmer aus der Türkei. Er ist seit 4 Jahren Pächter auf dem Bären. Er hat viel investiert und den "Bären" auf Vordermann gebracht. Wir trafen ihn zum Business-Lunch und tauschten unsere Ideen aus. Im Wesentlichen ging es um die Durchführung des "Jazz'n'Cheese" in der Altjahrswoche. Der Anlass hat Tradition bei uns und im 2019 haben wir den 10. Fondue-Jazz-Abend zum ersten mal bei Erdal Yontar durchgeführt, da der Gasthof Ochsen in Lützelflüh umgebaut wird. Die Anmeldungen waren so zahlreich, dass ein paar unangemeldete Besucher aus Platzgründen nicht eingelassen werden konnten. Dies hatte natürlich ein paar Fans sehr verärgert. Aber im Zusammenhang mit den Coronavorschriften raten wir allen Besuchern, ihre Plätze rechtzeitig zu reservieren, da die Gästezahl beschränkt sein wird. 

Wir sind zur Ansicht gelangt, dass der diesjährige "Jazz'n'Cheese-Event" höchstwahrscheinlich nicht stattfinden kann. Nach den neuen Beschlüssen des Bundesrates gehen wir davon aus, dass die getroffenen Massnahmen nicht befristet sind, sondern auf unbestimmte Zeit gelten werden. 

 

Nichts desto trotz konnten wir mit Erdal Yontar vereinbaren, dass wir im nächsten Jahr einige Anlässe planen werden, wenn die Coronaeinschrän-kungen nachlassen. Z.B. ein Sommer-Jazz-Barbecue oder ein Jazz-Brunch auf der wunderschönen Bärenterrasse. Wir werden Euch stets auf dem Laufenden halten. Interessierte Jazzliebhaber*Innen können uns ihre mailadresse ins Kontaktformular schreiben. So gelangen sie in den Verteiler unseres sporadischen Newletters. 2021 muss einfach wieder ein Jazz-Jahr werden! "Blibet gsung" und besucht von Zeit zu Zeit unsere neue Website mit der Rubrik "What's News"? Übrigens: die Speisekarte des Bären Alchenflüh können wir bestens empfehlen.  

 

 

 

 

 

 

Erdal Yontar

  

Mississippi-Flussfahrt-Feeling im Hamburger Hafen?

Bericht von Hansruedi Jordi

Wussten sie, dass Sie eine Rundfahrt auf einem "Paddlewheeler" auch in Hamburg erleben können? Sie brauchen also nicht nach New Orleans zu fliegen. Sie können bequem mit Auto oder Zug nach Hamburg reisen und den Kitzel einer Hafenrundfahrt mit der "Louisiana Star". . . 

 

. . . oder der "Mississippi Queen" geniessen.  Ob die kulinarischen Genüsse und die Jazz-Klänge die selben sind, ist allerdings fraglich. Sicher ist, dass Reisezeit und Reisekosten geringer sein werden. Es ist vielleicht wie ein Vergleich zwischen "Carnaval do Rio De Janeiro" und "Kölner- Karneval".

 

 

Das neue Bandkonzept der OMR Jazzband

Bericht von Hansruedi Jordi, Marc Eigenheer, Hans G. Steiner, Vincent Lachat

 

Die Old Man River Jazzband aus Burgdorf besteht seit 27 Jahren. Mit dem Eintritt von Musiklehrer Hansruedi Jordi als Leadtrompeter und Coach entwickelte sich die Gruppe stetig weiter und die Gigs wurden lukrativer. Bei Fluktuationen konnte Jordi Profis und Semiprofis aus seinem grossen Netzwerk gewinnen. Die Krönung der Anstrengungen war 2020 das Angebot, an den Lenker Jazztagen aufzutreten. Gleichzeitig kam die Corona Pandemie und der Lenk Auftritt wurde verschoben.  

 

Immer mehr Konzerte wurden weltweit gestrichen und somit war ein Teil der Crew in der OMR Jazzband verunsichert, ob öffentliche Auftritte noch ratsam seien. Insgesamt hat die alte OMR über 400 Konzerte gespielt. Daraus bleiben viele gute Erinnerungen. Nun drängte sich jedoch eine Entscheidung auf. Eine Minderheit wollte die Band auflösen, die Mehrheit und damit der progressivere Teil bevorzugte ein neues Konzept und kam zur Ansicht, es brauche einen Neuanfang. Am 30.09.2020 gründeten die Musiker Marc Eigenheer, Hans Georg Steiner, Vincent Lachat und Hansruedi Jordi die neue Band als Quartett mit zwei neuen Spitzenmusiker, ihr Name: 

 

The New Old Man River Jazzband

Zur Zeit sind Auftritte wegen der Corona Pandemie nicht möglich, aber die Musiker der neuen Band sind überzeugt, dass es eine Zeit nach Corona geben wird und damit wieder Jazz.  Die Fans freut's - die Band spielt  an  der Lenk  2021. 

 

Voranzeige: Lenk Jazz 2021

The New Old Man River Jazzband an den Lenker Jazztagen 2021.  Sonntag, den 18. Juli 2021, 11.00 Uhr, auf dem Kronenplatz, Lenk


Blutende Musiker-Herzen

Bericht von Hansruedi Jordi

Die finanziellen Einbussen, Engpässe, Existenzängste, bedingt durch Jobverlust bis hin zu Insolvenz und Konkurs von selbständig erwerbenden Künstlern, Kunstschaffenden, Theaterbesitzern und Restaurateuren sind grausam. Es ist schlimm, wenn man nicht weiss wie es weiter gehen soll. Wenn man eine Familie ernähren, eine Hypothek oder eine Miete leisten soll - und es nicht kann. 

 

Heute schreibe ich aber einmal nicht von Geld, sondern von blutenden Herzen. Die Herzen der Jazzmusiker und JazzmusikerInnen, deren Konzerte gestrichen wurden - sie bluten nicht nur wegen dem Einkommensverlust. Es fehlen ganz einfach die Auftritte, das Publikum, die Möglichkeit, sich zu produzieren. Zum Beispiel die vielen Jazzmusiker, die hauptberuflich Rentner sind. Ihnen fehlt es nicht an Einkommen, aber ihre Herzen bluten weil sie Entzugserscheinungen haben.

 

Seit Beginn der Corona Pandemie haben meine Mitmusiker und ich in mehreren Formationen zusammen nicht weniger als 20 Konzerte verloren. Wir brennen darauf, wieder spielen zu dürfen und wir möchten Euch alle aufrufen: "Haltet die Hygiene-Regeln ein, und animiert Euer Umfeld, sie einzuhalten.  Schützt Eure Mitmenschen, schützt Euch selbst. Tut Euer Bestes, um niemanden anzustecken, denn ihr wisst nicht ob ihr das Virus in Euch trägt. Sucht so wenig Kontakte wie möglich und feiert keine illegalen Party's. Jeder kann selbstverständlich glauben was er/sie will aber eines ist klar: 

Jede Zuwiderhandlung bezw. Nichteinhaltung der Regeln, sei es aus Gleichgültigkeit, Protest, Prinzip, Irrglaube oder Folge einer Verschwörungs- theorie, ist verantwortungslos und unsolidarisch. Es geht in keiner Weise darum, ob die Einen oder die Anderen recht haben, ob wir dies oder jenes glauben, ob die eine oder andere Theorie wahr ist - es geht darum, die Fallzahlen herunter zu bringen, weniger Ansteckungen zu haben. Dies ist nur zu erreichen durch weniger Kontakte!

 

Je eher wir das Virus beschränken, desto schneller werden die Kritiker ihre verhassten Masken und Vorschriften los, desto schneller dürfen Alters- und Pflegeheime wieder Besuche empfangen, dürfen Kinder wieder ihre Grosis und Opis besuchen, dürfen die Jungen wieder Party machen und Skifahren  und wir Jazzmusiker haben wieder Auftrittsmöglichkeiten und damit ein Publikum und Applaus - und die Musikerherzen hören auf zu bluten.